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2026

Hotel Post

Was hat Gasthofkultur mit Kunst zu tun?


Künstlerisch-kuratorisches Projekt, Residency und Kunstprogramm - Performances, Lesungen, Musik, Gespräche und kulinarische Formate zwischen Kunst, Gästen und Dorfgemeinschaft

14. - 27. September 2026




"Hotel Post"  ist ein künstlerisch-kuratorisches Projekt zur Wiederbelebung der ländlichen Gasthofkultur. Ausgangspunkt ist das „Hotel Gasthaus zur Post” in Kyllburg (Eifel), geführt von Christian Hattenrath, einem Gastgeber, der in SWR-Porträts als engagierter Akteur der regionalen Erneuerung erscheint.¹


Die Idee reicht jedoch weiter zurück: In Warschau besuchten Marion Anna Simon und Björn Schülke das traditionsreiche "Hotel Europejski”, dessen Kunstsammlung von der Kuratorin Anda Rottenberg konzipiert wurde.² Die dort erlebte Verbindung von Architektur, Geschichte und zeitgenössischer Kunst, vom Foyer bis in die Gästezimmer, zeigte, wie Kunst in alltägliche Räume eindringen und deren Atmosphäre, Wahrnehmung und soziale Dynamik verändern kann.


Ein zweiter Impuls entstand, als Marion Anna Simon und Björn Schülke das Gasthof-Haus in Kyllburg nicht nur als Gäste entdeckten, sondern selbst vor Ort tätig wurden: Sie haben ein Haus wenige Gehminuten von dem Gasthof erworben und betreiben dort das „Haus der Kunst Kyllburg“.³ Somit sind sie Nachbarn des Gasthofs und leben in direkter räumlicher Verbindung. Aus dem Gespräch mit dem Gastgeber Christian Hattenrath entstand der Gedanke, Kunst und Alltag radikal zu verschränken: Der Gasthof wird zur Bühne, die Zimmer zu Ausstellungsräumen, der Stammtisch zum Salon.


"Hotel Post” fragt, welche Rolle Gastlichkeit heute spielt, in einer Gesellschaft, die zunehmend polarisiert ist und einfache Antworten sucht. Der Gasthof, seit jeher sozialer Mittelpunkt des Dorfes, wird so zum Labor für Austausch, Widerspruch und Begegnung.


Während einer zweiwöchigen Residenzphase leben und arbeiten eingeladene Künstler:innen bzw. Kurator:innen vor Ort. Performances, Lesungen, Musik, Gespräche und kulinarische Formate entstehen aus dem direkten Kontakt zwischen Kunst, Gästen und Dorfgemeinschaft. Der Ort selbst wird zum Medium.


Das Projekt versteht sich als ästhetische und soziale Intervention: ein Bollwerk gegen Vereinfachung und Rückzug, eine Einladung zum Zuhören, zum Denken in Gemeinschaft. Langfristig soll  "Hotel Post” als jährlich wiederkehrendes Residenzprogramm fortgeführt werden, als Modell für kulturelle Belebung im ländlichen Raum.


Teilnehmende Künstler*innen sind unter anderem: Matthias Kaiser, Köln (Musik); Dr. Nanna Lüth, Berlin (Literatur); Christian Mosar (Direktor Konschthal Esch, Luxemburg); Fabian Neubauer, Wuppertal (Musik); Philip A. Zimmermann, Saarbrücken (Stipendiat Bildende Kunst)

Konzept & Realisierung: Marion Anna Simon & Björn Schülke, unter kuratorischer Beratung von Nicolaus Schafhausen

Ort & Gastgeber: Christian Hattenrath, Hotel Gasthaus zur Post, Kyllburg


¹ SWR-Beiträge: "Kyllburg blüht wieder auf – Mit Kunst zu neuem Leben erwacht“ &  „Die Waldeifel rund um Kyllburg und Malberg“ mit Christian Hattenrath - Inhaber Hotel Gasthaus zur Post, Kyllburg 

² Anda Rottenberg – Kuratorin der Kunstsammlung im Hotel Europejski Warszawa

³ Marion Anna Simon & Björn Schülke betreiben das Haus der Kunst Kyllburg, Bahnhofstraße 10, 54655 Kyllburg. [Quelle] (https://www.marionannasimon.de/haus-der-kunst-kyllburg.html)  

Hotel Post, 14. - 27. September 2026, Programm, Residenz & Kunstprogramm im Gasthof zur Post, 

ein Projekt von Haus der Kunst Kyllburg


Vom 14.09. - 27.09.2026 ist Philip A. Zimmer als Residenzkünstler vor Ort, Stipendiat im Gasthof zur Post


Philip A. Zimmermanns künstlerische Praxis gründet in einer frühen Auseinandersetzung mit dem urbanen Raum, die im Graffiti der 2000er-Jahre ihren Ausgang nahm. In der Grenzregion zwischen Deutschland und Frankreich entwickelte sich dabei ein Verständnis von Raum als überlagerte Struktur, geprägt von industriellen Einschreibungen ebenso wie von ländlichen Übergängen.

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Freitag, 18.9.2026: 18-19 Uhr, im kleinsten Biergarten - Gasthof zur Post, Kyllburg


Empfang und Begrüßung


des Artist in Residence durch Nicolaus Schafhausen (Kurator und Kulturmanager, Brüssel) und Marion Anna Simon (Künstlerin und Leiterin Haus der Kunst Kyllburg)

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Samstag, 19.9.2026, 17 Uhr Konzert

 

Matthias Kaiser: prepared and amplified violin, Fabian Neubauer: objects, electronics: Ein Gasthof ist ein multioptionaler Ort, dient vielen Zwecken und bietet viele Möglichkeiten. In einer intuitiven akustischen und performativen Annäherung wird ein Raum mit Instrumenten, Elektronik und raumeigenen Gegenständen zum Klingen gebracht. Was erzählt der Ort von sich, wenn man ihn klanglich aktiviert?

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Sonntag, 20.9.2026, 16 Uhr Lesung - Buchpräsentation und Diskussion


Nanna Lüth, Prof. Dr. phil.: Wie groß die weißen (oder braunen) Flecken auf der Landkarte der Erinnerung der Kunstinstitutionen 93 Jahre nach der Machtübergabe an die Nazis sind, ist frappierend. An der Universität der Künste Berlin, wo ich elf Jahre gelehrt habe, habe ich 2023 mit Studierenden die Lücke des Studiums der Kunsterziehung in der NS-Zeit bearbeitet. Als Ergebnis dieser forschenden Lehre sind in dem 2025 erschienenen Buch „Immer wieder! NS-Geschichte vermitteln in Schule, Hochschule und den Künste“ Studienarbeiten erschienen. Außerdem trugen Lehrende und Studierende, die an anderen Kunsthochschulen – in Bremen, Dresden, Hamburg und Wien – ähnliche, zum Teil künstlerische Forschungen zum NS realisiert haben, ihre Ergebnisse bei. Zur Verlagsseite: https://www.kopaed.de/kopaedshop/?pid=1537


Im Anschluss an Einblicke in die Publikation und ihren Produktionsprozess können wir die Anwendung oder Weiterführung der Forschung und anderes mehr diskutieren. 

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Freitag 25.9.2026, 15 Uhr City Walk 


Häusertour mit Christian: Christian zeigt seine Häuser und erzählt über Kyllburg - häuserfotografische Begleitung Philipp A. Zimmermann 


Christian Hattenrath führt durch Kyllburg. Als Gastgeber des Gasthofs zur Post betreibt er einen der wenigen teilöffentlichen Orte, die der kleinen Stadt trotz des tiefgreifenden Strukturwandels der vergangenen Jahrzehnte geblieben sind, einen Ort, an dem sich Gäste und Bewohner, Durchreisende und Nachbarn begegnen.

Sein Engagement reicht jedoch weit über den Gasthof hinaus. In den vergangenen Jahren hat Hattenrath zahlreiche, häufig vom Leerstand und Verfall bedrohte Wohnhäuser in Kyllburg erworben, behutsam instand gesetzt und wieder einer Nutzung zugeführt. Was zunächst wie eine Reihe privater Initiativen erscheinen mag, lässt sich zugleich als konkrete Form von Stadtentwicklung verstehen: nicht durch einen großen Masterplan, sondern durch die schrittweise Reaktivierung dessen, was bereits vorhanden ist.

Auf seinem Rundgang führt Christian Hattenrath durch Kyllburg und erzählt anhand einzelner Häuser, Straßen und Leerstellen von der Geschichte und Gegenwart des Ortes. Dabei geht es um die Folgen von Abwanderung und demografischem Wandel, um verlorene Infrastruktur und neue Nutzungsmöglichkeiten und um die grundsätzliche Frage, wie eine kleine Stadt im ländlichen Raum weiterleben kann, wenn viele der Strukturen, die sie einmal getragen haben, verschwinden.

Der Rundgang versteht Kyllburg dabei nicht als nostalgisches Bild einer vergangenen Kleinstadt, sondern als Beispiel für eine Situation, die viele ländliche Regionen Europas betrifft: Was lässt sich mit dem Vorhandenen anfangen? Wie können leer stehende Gebäude wieder Teil eines sozialen Gefüges werden? Und welche Rolle können einzelne Akteure übernehmen, wenn klassische Formen kommunaler oder kommerzieller Stadtentwicklung nicht mehr greifen?

Mit Christian Hattenrath wird die Stadt selbst zum Ausgangspunkt des Gesprächs und der Spaziergang zu einer unmittelbaren Auseinandersetzung mit der Frage, wie sich Strukturwandel nicht nur beobachten, sondern ganz praktisch gestalten lässt


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Samstag, 26.9.2026 16 Uhr Finissage 


Philip A. Zimmermann

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Samstag, 26.9.2026 17 Uhr Diskussionsrunde


Wenn Gasthofkultur zur Kunst wird - Ein künstlerisches Residenzprojekt belebt den ländlichen Raum neu Was hat ein Gasthof mit zeitgenössischer Kunst zu tun? 

Mit Christian Mosar (Direktor Konschthal Esch, Luxemburg), Christian Hattenrath, Nicolaus Schafhausen, Teilnehmer folgen, Moderiert von Björn Schülke und Marion Anna Simon 

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Samstag, 26.9.2026 19.30 Uhr Food von Christian 


Essen á la Carte im Gasthaus zur Post (Selbstzahler), Anmeldung zwecks Platzreservierung und Planung erbeten 

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Sonntag, 27.9.2026, 15 Uhr Junge Literatur aus Luxemburg


anschließend Gespräch bei Kaffee und Kuchen und finalem Apéro                      

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Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei, Spenden sind willkommen.



Haus der Kunst Kyllburg gUG, Marion Anna Simon und Björn Schülke, Bahnhofstr. 10, 54655 Kyllburg

Instagram: hdk_kyllburg

marionannasimon@googlemail.com

http://www.hausderkunstkyllburg.de


Kontoinhaber: Haus der Kunst Kyllburg gUG

Bank: Volksbank Trier Eifel eG

IBAN: DE53 5866 0101 0005 2855 00

BIC: GENO DED1 BIT

Verwendungszweck: Spende für Haus der Kunst Kyllburg gUG


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Philip A. Zimmermann

geb. 1988 in Saarbrücken


Philip A. Zimmermanns künstlerische Praxis gründet in einer frühen Auseinandersetzung mit dem urbanen Raum, die im illegalen Graffiti der 2000er-Jahre ihren Ausgang nahm. In der Grenzregion zwischen Deutschland und Frankreich entwickelte sich dabei ein Verständnis von Raum als überlagerte Struktur, geprägt von industriellen Einschreibungen ebenso wie von ländlichen Übergängen.


Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Malerei, Zeichnung, Collage und analoger Fotografie. Ausgangspunkt ist dabei weniger das abgeschlossene Bild als vielmehr ein prozessuales Verständnis von Oberfläche: Überlagerung, Fragmentierung und Spur werden zu zentralen Strategien.


Die fotografischen Arbeiten, überwiegend Schwarzweißaufnahmen auf 35mm-Film, entstehen als präzise Beobachtungen des unmittelbaren Umfelds. Architekturfragmente, Übergangszonen und beiläufige Details verdichten sich zu Bildern, die das Unspektakuläre als Träger von Atmosphäre ernst nehmen.


In den abstrakten Leinwandarbeiten setzen sich diese Beobachtungen fort. Schichtungen, Übermalungen und Brüche verweisen auf Prozesse der Aneignung und Überschreibung, wie sie sowohl im urbanen als auch im ländlichen Raum wirksam sind. Die Arbeiten lassen sich als visuelle Archive lesen, in denen Spuren von Eingriff, Erosion und Zeit eingeschrieben sind.


Im Rahmen der vom „Haus der Kunst“ initiierten Residency in Kyllburg wird diese Praxis in einen neuen Kontext überführt. Die Eifel erscheint dabei nicht als Gegenbild zur Stadt, sondern als Resonanzraum, in dem sich Fragen von Nutzung, Leere und Transformation neu konfigurieren. Die institutionelle Setzung fungiert weniger als Bühne denn als strukturierender Rahmen, der eine präzisierte Wahrnehmung von Peripherie ermöglicht. Zimmermann richtet seinen Blick auf unscheinbare Orte und Situationen, in denen sich Geschichte und Gegenwart sedimentieren,  abseits eindeutiger Zuschreibungen. Die Residency wird so zum methodischen Instrument: als temporäre Verortung, die bestehende Arbeitsweisen verschiebt und neue Relationen zwischen Raum, Bild und Erfahrung hervorbringt.

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„NPCs/non playable characters“

Matthias Kaiser: prepared and amplified violin und Fabian Neubauer: objects, electronics


Ein Gasthof ist ein multioptionaler Ort, dient vielen Zwecken und bietet viele Möglichkeiten.

In einer intuitiven akustischen und performativen Annäherung wird ein Raum mit Instrumenten, Elektronik und raumeigenen Gegenständen zum Klingen gebracht.

Was erzählt der Ort von sich, wenn man ihn klanglich aktiviert?


Matthias Kaiser-prepared and amplified violin

Lebt in Köln. In seinem Geigenspiel kommen Klangmodifikation mittels erweiterten Spieltechniken, Effektpedalen, Päparation und dem diskreten, meist ametrischen livelooping zentrale Bedeutung zu. Neben frei improvisierter Musik Beschäftigung mit variabel determinierten, meist graphisch fixierten Kompositionen. Umfassendes Konzertieren mit internationalen Experimental- und Improvisationsmusikern. Konzeption und Realisierung zahlreicher Projekte, z.B. mit Akteuren der chinesischen Experimentalszene, mit dem Ziel, die dortige Spielauffassung in Europa zu präsentieren.

Auftritte u.a. beim Moers Festival, und REM Festival Bremen.

Bandprojekte: „God's Burnout", mit Saskia von Klitzing und Jun-Y Ciao, „Die

Vierte Kränkung", mit Thilo Schölpen und Kai Winter, „Das Quartett der guten

Hoffnung“, mit Jun-Y Ciao, Katharina Hoffmann und Axel Lindner.

Veröffentlichung diverser Alben auf Vinyl, CD und Audiocassette.

Seit 2025 Co-Kuration eines transdisziplinären, nicht kommerziellen Ausstellungs- und Performanceraums in Köln. Z.Zt. Arbeit an einer Auftragskomposition für das Residenzschloss Weimar.

kaiserandsound.com


Fabian Neubauer ist Musiker, Multiinstrumentalist und Improvisator, international tätig an der Schnittstelle von experimenteller Musik, Free Jazz, Noise, elektroakustischer Musik und performativen Praktiken. Je nach Kontext arbeitet er in wechselnden Setups, die sich aus unterschiedlichen akustischen und elektronischen Konfigurationen zusammensetzen. Seine Praxis verbindet freie Improvisation mit konzeptuellen Ansätzen und versteht Musik als offenen, situativen Prozess. Fabian Neubauer tritt sowohl solo als auch in Ensembles auf, arbeitet interdisziplinär mit Tanz und Bildender Kunst und ist auch kuratorisch aktiv.

https://www.fabianneubauer.com/                                   

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Nanna Lüth, Prof. Dr. phil - Künste, Menschen und Orte, die aus der NS-Geschichte immer noch lernen …


Wie groß die weißen (oder braunen) Flecken auf der Landkarte der Erinnerung der Kunstinstitutionen 93 Jahre nach der Machtübergabe an die Nazis sind, ist frappierend. An der Universität der Künste Berlin, wo ich elf Jahre gelehrt habe, habe ich 2023 begonnen, mit Studierenden die Lücke des Studiums der Kunsterziehung in der NS-Zeit zu bearbeiten.

Als Ergebnis dieser forschenden Lehre sind in dem 2025 erschienenen Buch „Immer wieder! NS-Geschichte vermitteln in Schule, Hochschule und den Künste“ vier Studienarbeiten erschienen. Außerdem trugen Lehrende und Studierende, die an anderen Kunsthochschulen – in Bremen, Dresden, Hamburg und Wien – ähnliche, zum Teil künstlerische Forschungen zum NS realisiert haben, ihre Ergebnisse bei. Darüber hinaus sind Künstler*innen und Aktivist*innen, die zur Nazizeit und ihren Nachwirkungen Stellung beziehen, mit Arbeiten vertreten. 


Diese vielstimmige Auswahl an Beiträgen ist ein Angebot, um von Kunst und ihrem Kontext aus immer wieder der NS-Geschichte und ihren Folgen auf die Spur zu kommen. Sie soll dafür sorgen, alltäglich immer weiter (gruppenbezogene) Menschenfeindlichkeit zu verlernen und dabei vielfältige Gegenwart wie Zukunft zu ermöglichen. Link zur Verlagsseite: https://www.kopaed.de/kopaedshop/?pid=1537


Nanna Lüth, Prof. Dr. phil., arbeitet und forscht in den Bereichen Kunst, Kulturwissenschaft und Medienbildung. Aktuell bietet sie an der Universität Erfurt eine Übung für Kunstvermittlung an und formuliere Einwände gegen die Über- und gleichzeitige Unterschätzung von maschinellem Lernen, auch K.I. genannt. Bis vor kurzem war sie in der Kunstlehrer*innenbildung tätig, u.a. als Gastprofessorin für diskriminierungskritische Didaktik an der Universität der Künste Berlin. Lüths Arbeitsschwerpunkte sind: Kooperative und interdisziplinäre Hochschullehre, kunst- und theoriebasierte Didaktik sowie Humor und Reflexivität in der (künstlerischen) Bildung. www.nannalueth.de

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Literatur aus Luxemburg 

in Kooperation mit Nathalie Jacoby (Direktorin Nationales Literaturarchiv Mersch-Luxemburg), https://cnl.public.lu/fr.html

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Christian Hattenrath (Kyllburg), Inhaber und Betreiber des Hotel Gasthaus zur Post, Kyllburg, https://www.hotelzurpostkyllburg.de

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Christian Mosar (Direktor Konschthal Esch, Luxemburg), https://www.konschthal.lu/de/

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Nicolaus Schafhausen (Brüssel), https://nicolausschafhausen.com

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Björn Schülke (Kyllburg), Medienkünstler und Betreiber HDKK, http://www.schuelke.org 

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Marion Anna Simon (Kyllburg), Künstlerin und Gründerin HDKK, https://www.marionannasimon.de

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2025

MARION ANNA SIMON 

BJÖRN SCHÜLKE

Das HAUS DER KUNST 

KYLLBURG the Younger

Zeigt sich in neuem Glanz

AUSSTELLUNG, PERFORMANCE, 

INTERVENTION, KUNSTAKTION und 

DISKUSSION im Haus 

und in der Nachbarschaft


5.7.2025 bis 13.07.2025

Opening 5.7.2025

 

Under Construction. 

Was ist jung?


Neue Fenster wurden gehobelt, der böse Asbest entfernt und der schöner Naturschiefer aufs Dach gesetzt. Mit dieser neuen Frisur, den Wimpern und einem neuem Make-up. Die denkmalgeschützte Fassade samt Ochsenblut Rouge strahlt uns jetzt entgegen. Wir laden ein 2025 in das HAUS DER KUNST KYLLBURG the Younger.


Mit Arbeiten von Niels Becker (Talk), Wolfgang Betke (Malerei), Sebastian Böhm (Malerei), Dr. Ariane Fellbach- Stein (Talk), Autorin Susanne Fritz, Dr. Michael Arvid Hoffmann (Botox), Daniel Márton Laki (Zeichnung), Britta Lumer (Zeichnung), Tammo Lünemann (Siebdruck, Skulptur), Nicolaus Schafhausen (Talk), Thomas Schon (Talk), Björn Schülke (kinetische Skulptur), Marion Anna Simon (Performative Malerei), Tina Tonagel (Klangperformance), Carola Willbrand und Mark Met mit Hund Noa (Performance).


Simons protzige Autos finden sich neben Portraits an einer Kaffeetafel mit gummierter Blumentischdecke. Schülkes „Orgamat“ interpretiert klanglich Werner Nekes Kinofilm „Johnny Flash“. Jagd nach der Verjüngung und der Haarverlängerung in Zeiten von Gewalt, Klimakatastrophen, schwindenden Religionen und Ideologien wachsen. Haltlos in eine unsichere Zukunft blicken


Auch in diesem Jahr ist unser Kunstprojekt Teil des Kultursommers Rheinland-Pfalz.




  



Wolfgang Betke (Berlin/ Schüller), Künstler, https://betke.de, Erotisierte Weltvergessenheit - Monopol.pdf


Sebastian Böhm (Trier), Künstler, https://www.sebastianboehm.eu/


Dr. Ariane Fellbach- Stein (Mainz), Kulturreferentin des Landes Rheinland-Pfalz


Susanne Fritz ist in Furtwangen im Schwarzwald geboren und lebt in Freiburg.

Sie schreibt Erzählungen, Romane, dramatische und essayistische Texte. Ihre persönliche Spurensuche "Wie kommt der Krieg ins Kind" (2018) wurde viel besprochen und für den Deutschen Buchpreis nominiert, zuletzt erschien ihr Roman „Heinrich“ (2023). In ihrer Arbeit erweitert sie Biographisches konsequent um historische und kulturgeschichtliche Horizonte.

Ihre Geschichte HAIR CUT oder (KEIN) HAAR IN DER SUPPE ist nicht an den Haaren herbei gezogen, sondern spricht aus Erfahrung. Als Teenager träumte Susi von langen, lockigen Haaren, von einer richtigen Mähne. Erst viele Jahre später wird der Traum wahr. 

So viel dürfen wir schon verraten: Kunst(haar) spielt dabei eine gewisse Rolle...

http://relaunch.susannefritz.de/


Niels Becker (Dudeldorf), Rechtsanwalt, 


Dr. Michael Arvid Hoffmann (Köln), Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, https://www.koelnderma.de


Daniel Márton Laki (Köln) ?


Mark Met (Windeck), Künstler, https://markmet.eu, AUS ALT MACH NEU CAROLA & MARKS LEBENSMASKEN.


Britta Lumer (Berlin/ Schüller), Künstlerin, https://brittalumer.de


Tammo Lünemann (Köln), Künstler, https://tammoluenemann.com


Nicolaus Schafhausen (Brüssel), Kurator und Kulturmanager, https://nicolausschafhausen.com


Thomas Schon (Kyllburg), Vorstand SV Kyllburg, https://sv-kyllburg.de


Björn Schülke (Kyllburg), Künstler, http://www.schuelke.org


Marion Anna Simon (Kyllburg), Künstlerin, https://www.marionannasimon.de


Tina Tonagel (Köln), Künstlerin, https://tinatonagel.de, HIMALAYA VARIATIONS - Extended Version Tina Tonagel arbeitet in den Bereichen kinetischer Klangkunst und Visuals, sie vereint digitale und analoge Technologien. Mit selbsterfundenen Instrumenten, Minimal Robotik und Overheadprojektoren entwickelt sie elektromechanische, audiovisuelle Performances, entwickelt raumbezogene kinetische Installationen und Klangobjekte, charmant, poetisch und humorvoll. 


Carola Willbrand (Windeck), Künstlerin, https://carolawillbrand.de, AUS ALT MACH NEU CAROLA & MARKS LEBENSMASKEN.



HAUS DER KUNST KYLLBURG the Younger, Projektbeschreibung, PDF


HAUS DER KUNST KYLLBURG gUG

Marion Anna Simon und Björn Schülke Bahnhofstr. 10

54655 Kyllburg

Instagram: hdk_kyllburg marionannasimon@googlemail.com 

http://www.hausderkunstkyllburg.de 

www.marionannasimon.de


Das HAUS DER KUNST gUG freut sich über weitere Förderer.

Wir stellen Ihnen als gemeinnützige Organisation eine Spendenquittung aus.


Kontoinhaber: HAUS DER KUNST KYLLBURG gUG

Bank: Volksbank Trier Eifel eG

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Verwendungszweck: Spende für das HAUS DER KUNST KYLLBURG gUG 


HAUS DER KUNST KYLLBURG gUG   Bahnhofstr. 10   54655 Kyllburg  marionannasimon@googlemail.com

Instagram: hdk_kyllburg 

Rückblick 2024

Marion Anna Simon und Björn Schülke HAUS DER KUNST und Frau Sommer


Einblick ins Buch (PDF)


Das Künstlerheft erscheint anlässlich der Ausstellung HAUS DER KUNST und Frau Sommer, 3. bis 28. Juli 2024 im HAUS DER KUNST KYLLBURG. 


Herausgeber Marion Anna Simon und Björn Schülke 

Idee und Konzept Marion Anna Simon und Björn Schülke 

Veröffentlicht durch HAUS DER KUNST KYLLBURG gUG 


Auflage 90 Stück
Papier 90 g/m2 Offset Natur 

214 Seiten


© 2024 HAUS DER KUNST KYLLBURG gUG

HDKK Haus der Kunst Kyllburg gUG

MARION ANNA SIMON   BJÖRN SCHÜLKE

HAUS DER KUNST und Frau Sommer

AUSSTELLUNG, PERFORMANCE, INTERVENTION UND KUNSTAKTION


Wir eröffnen unser Haus für die Kunst.

Vom 13.- 28.7.2024

Das Kunstprojekt HAUS DER KUNST und Frau Sommer lädt ein! 

Mit zahlreichen Künstlern und Gästen aus Kunst, Kultur und Kyllburg.

HAUS DER KUNST Kyllburg gUG wird gefördert durch:

Mitten im alten Denkmal haben wir, Medienkünstler Björn Schülke und Malerin und Performancekünstlerin Marion Anna Simon, 2023 ein Gründerzeithaus erworben. 2024 Gründung des HAUS DER KUNST KYLLBURG gUG.


Das Haus in Kyllburg - alte Kurstadt mit Grandhotels, Bohéme, vom Kaiser, großen Bällen, belebten Geschäftsstraßen bis hin zum Niedergang- hat eine lange Geschichte, erbaut im Zuge der Eröffnung der Eifelbahn Köln-Trier um 1871, erlebte Kyllburg einen starken Aufschwung. Das großzügige städtische Gründerzeithaus hat eine vielfältige Nutzung erfahren. Vom Gästehaus, über Ladenlokale für Haushaltswaren, Drogerieartikel, Porzellan bis zum Quelleshop in den 80er Jahren. Es erstreckt sich über 9 Ebenen bis runter an die Kyll. Die unteren 3 Stockwerke gehörten zur Mühle Zahnen. In den 30ern vom Erbauer des Hauses Matthias Kronibus erworben und als Metallwarenhandel genutzt. Im Laufe der Zeit wurden die beiden Gebäude durch mehrere Anbauten miteinander verbunden. Eine einzigartige, teils verwinkelte Treppenlandschaft am Fels gebaut verbindet das Gründerzeithaus in der Bahnhofstraße mit dem älteren Werkstatthaus in der Mühlengasse.

Das Haus DER KUNST ist ein architektonisches Zeitdokument. Inventar und bauliche Veränderungen der 60er -90er Jahre sind überwiegend erhalten. Inmitten dieser noch bestehenden Einrichtung  eröffnen mit Interventionen, Lesungen, Musik und Performance.

Mit zahlreichen Gästen aus Kunst, Kultur und Kyllburg

Das Konzept: 

HAUS DER KUNST KYLLBURG und Frau Sommer 

Das Programm:


Aus organisatorischen Gründen und da es sich um Kunstinterventionen im Privathaus handelt, ist eine vorherige Anmeldung zu den jeweiligen Veranstaltungen erforderlich. Danke Ihnen! Bitte unter: marionannasimon@googlemail.com

Teneka Beckers (Mainz/ Dudeldorf), Kunsthistorikerin, Germanistin und Kultur- und Medienmanagerin, Gesamtleitung Kultursommer RLP, über das Grundsätzliche, Übergeordnete, https://kultursommer.de/


Herbert Fandel (Kyllburg), Pianist, ehemaliger FIFA-Fußballschiedsrichter und Kulturamtsleiter Bitburg- Prüm, www.einblicke-talkreihe.de


Bernd Imgrund (Köln/ Kyllburg), Schriftsteller, Eifelei - Lesung mit Bodhrán, https://de.wikipedia.org/wiki/Bernd_Imgrund


Joanne Moar und Saskia von Klitzing (brewSistas Cologne) Bierperformance und Tasting, https://www.brewsistas.de


Violinist Matthias Kaiser (Köln) im Duo mit Kai Winter (Saxophone) und Solostück: andere orte Das Duo des Saxophonisten Kai Winter und dem Geiger Matthias Kaiser verschreibt sich schlicht anmutenden, freien Improvisationen. Unter Einsatz erweiterter Spieltechniken entstehen Stücke voller farbreicher Klangtexturen. Gelegentliche Stille eröffnet einen Raum, der die feinen, nuancierten Klangereignisse erfahrbar zu machen erlaubt. https://kaiserandsound.com


Wolfgang Krämer, Kyllburger Bürgermeister


Shlomo Pozner (Berlin), Künstler, Prints, Stillleben und Der gedeckte Tisch/ Cooking Performance: jewish traditional food for the evening by Shlomo Pozner with Marion Anna Simon, https://shlomopozner.art/


Nicolaus Schafhausen (Brüssel), Kurator und Kunstmanager, Kunst in strukturschwacher Region. Potential für Kunstprojekte? Vortrag über seine Position, https://nicolausschafhausen.com/


Björn Schülke (Köln/ Kyllburg), Medienkunst, Kinetische Skulpturen, www.schuelke.org


Dr. Dietmar Schuth (Heidelberg), Kunsthistoriker und Kurator, http://dietmarschuth.de


Marion Anna Simon (Köln/ Kyllburg), Malerin und Performancekünstlerin, Performative Malerei/ Ausstellung, Performance, Intervention, Werke aus Ausstellungszyklus HEIMKEHR/ HELDEN und WIEDERAUFBAU, www.marionannasimon.de  


Inge Solchenbach (Bitburg), Vorstand des Fördervereins Schloss Malberg und die Malberger Heimat, https://www.schloss-malberg.de/start


Julia Wandel (Hamburg), Künstlerin, Videoinstallation Marabout, 2024

Eine Videoprojektion führt den Betrachter in das Haus eines Senegalesischen Marabouts. Seine besonderen Kräfte ermöglichen ihm, ein Gris-Gris für den Sohn herzustellen. Das Glücksband soll dafür sorgen, dass Joss den Gegner beim nächsten Ringkampf besiegt.

Parallel zu diesen Bildern folgt die Kamera einer Lichtreflexion, die sich flirrend und unstet in einer Landschaft bewegt.


Franziskus Wendels (Köln/ Daun), Maler, Eifeler Nebelbilder, http://www.franziskus-wendels.de/


Michael Zeller (Wuppertal), Schriftsteller, Lesung aus DIE KASTANIEN VON CHARKIW, 2021, DIE KASTANIEN VON CHARKIW ist eines der ganz seltenen Bücher in deutscher Sprache, das die Ukraine, dieses große schöne europäische Land, mit seinen reichen Kulturen, literarisch erkundet.“… in den ukrainischen Städten wird es Bild: das Licht Europas, seine Idee von mondialer Weite. Es kam seit je aus dem Osten. In diesen Straßen spürt man es, schauend, gehend, stolpernd, wie die Seele sich weitet, wie sich etwas in einem hebt, bis auf den heutigen Tag. Dieses beinah vergessene Glück von Weite …”, https://www.michael-zeller.de/